Unsere Geschichte

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ACM - Lübeck
 
 Erzählt von Michael Bethke, geschrieben von Ulrike Schönberg, frei nach den Schreiben, Schriftstücken und Protokollen von 1986 bis ca.1987
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Dann aber … es verging einige Zeit … flatterte ihm ein Handzettel der ACM in den „Schoß“! Und da er nunmehr mal nichts anderes vor hatte, dachte er bei sich, dass er ja mal in die Straße „Am Stadtrand“ fahren und sich einen Eindruck verschaffen könnte. Dachte es, fuhr los und tat es.
Und wie das halt mal so im Leben ist, er traf im Herbst 1988 auf Michael B. als dieser grad im kirchlichen Apfelbaum der Paul- Gerhardt-Kirche hing und Boskop erntete. Willi W. stieg aus und fragte: „Was das für ein Verein sei …?“ 
„… die ACM …“ 
„Muss man in der Kirche sein … ?“
„Eine christliche Gemeinschaft sei die ACM“, meinte Michael B., „kein Verein. Einfach Menschen, die gerne zusammentreffen und u. a. den christlichen Glauben pflegen, die aber auch gemeinsam lachen und singen. … … das könne nicht unbedingt von der Zugehörigkeit zur Kirche und/oder Zahlung der Kirchensteuer abhängig gemacht werden.“
Und somit war das Feuer „ACM“ und „Gemeinschaft“ in Willi W. entfacht!!! Er blieb!!!

Es verging wieder ein Winter, mit der ersten Weihnachtsfeier der ACM´ler, wieder Planung der Gottesdienste in 1989, Durchführung dieser, Verwendung der Kollekte, Planung anderer Aktivitäten wie z. B. Gemeinsame Wochenendtour oder eine Nachmittags-Kaffee-Fahrt in 1989.
Auch wurde in diesem Winter überlegt, wie die Kollekte im Sinne ihrer Leitgedanken eingesetzt werden könne. Immerhin schrieben sie es sich auf ihre Fahne, eine lockere Gemeinschaft zu sein mit unterschiedlichen Leuten, die gemeinsam nach christlichen Glauben und Gedanken leben und handeln wollte. Sie waren ein freier Arbeitskreis, in dem freie Menschen und Mitglieder verschiedener Motorradclubs zusammen arbeiteten.

Sie waren eine Arbeitsgemeinschaft, die bemüht ist

  • bewusstseinsbildend für mehr Verantwortung im Straßenverkehr einzutreten; 

  • das schlechte Bild der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit zu korrigieren und zu verbessern; 

  • durch Kontakte, Veranstaltungen, Freizeiten und Gottesdienste Möglichkeiten zur besseren Einübung im christlichen Glauben zu gewähren; 

  • den christlichen Glauben an andere Motorradfahrer/-innen weiterzugeben. 

Also: wie würden sie die Kollekte des Frühjahr-Gottesdienstes 1989 verwenden bzw. wohin spenden? Welche Institution kam in Frage? Welche Einrichtung?
Die Kollekte vom Mai 1988 ging an das Querschnittszentrum Boberg in Hamburg. Dort lagen mehrere, durch Motorradunfälle querschnittsgelähmte Menschen, denen das Geld zukommen würde.
In diesem Jahr aber, also April 1989, sollte die Kollekte für die Anschaffung von Leitplanken-Anprall- Protektoren bestimmt sein. Diese wurde dann auch mit einiger Verspätung von Seiten des Herstellers im Sommer 1989 geliefert und dann, unter Einbindung in eine Nachmittags- Tour, den Zuständigen ausgehändigt. Bei der Installation von 124 Stück beim Autobahnzubringer aus Richtung Lübeck in Richtung Herrenbrücke und der Installation von weiteren 60 Stück bei der „Alten Kate“ aus Richtung Travemünde halfen die ACM´ler tatkräftig mit.

Im Sommer 1989 kam auch der erste Gedanke bei ihnen auf, ein Emblem oder Stempel ihrer Gemeinschaft zu fertigen. Die ersten Überlegungen bezogen das Holstentor, welches auch den 50,00-DM-Schein schmückte, bereits mit ein.
Ab August 1989 setzten sich die ACM´ler mit dem Thema des Nachtfahrverbotes ab 22 Uhr in der BRD und den Küstenorten auseinander und diskutierten auch, ob sie mit einer Demonstration dagegen Aussicht auf Erfolg hätten, so dass das Nachtfahrverbot verschwinden würde. Und wie es denn dann so ist: steter Tropfen höhlt den Stein. 
Durch Willi Wutz kam nach einigen Gesprächen seine Schwester Beate mit zu den ACM -Treffen. Durch sie kam dann Dirk Konopka und einige andere Postler-Kollegen mit hinzu. Dadurch, dass Willi Wutz etwa ein Jahr lang einen Kollegen bearbeitet hatte, kam dann Björn Schönberg, mit zur ACM. Und, wie wir heute wissen, sind die Drei dickste Freunde, die zusammen mit Michael Bethke noch immer in und für die ACM - Lübeck agieren und es auch verstehen zu feiern.

Nach der „Wende“ im Nov. 1989, die Grenzen der ehemaligen DDR öffneten sich, kam es zum Frühjahrs- Gottesdienst der Motorradfahrer im April 1990 zu „ erschwerten“ Bedingungen, an die sich alle noch gerne erinnern. Nicht nur, dass dieser Gottesdienst im Feb. 1990 auf dem Koppelsberg, bei Plön, vorbereitet wurde, wo sie alle u. a. einen heiteren und äußerst lustigen Spielabend, organisiert durch Beate W., erlebten, nein, auch im Vorfeld der Vorbereitung kam es zu „amüsanten“ Erlebnissen.
Kurz vorm Gottesdienst fuhren einige ACM´ler in Richtung Schwerin und hängten dort Plakate mit Hinweis auf den Gottesdienst im April 1990 in St. Marien, Lübeck, auf. Auf dem Rückweg dann, nach einer kurzen Kaffee-Pause in Schwerin, merkten sie dann aber, dass alle vorher aufgehängten Plakate verschwunden waren!! Wie es sich herausstellte, waren diese durch sammelfreudige Bürger der neuen Bundesländer „entwendet“ worden!!! Alle waren weg!!!! Warum nicht auf diesem Wege etwas fürs Willkommenheißen tun?!?

 

Im Februar 1990, kurz vorm Motorrad-Gottesdienst, war auch der Entwurf für einen endgültigen Aufnäher bzw. Aufkleber und für das Gruppenabzeichen fertig. Dieses entspricht dem Collor oder dem ACM - Abzeichen auf dem Rücken unserer Kutte bzw. auf unserer linken „Kutten“ -Seite, wie Ihr es auch heute noch kennt. Zusätzlich geschmückt mit den beiden Türmen der St.-Marien-Kirche zu Lübeck und unter Einbindung eines Motorradfahrers. Es wurde seitdem nicht wieder verändert und besteht noch heute in dieser Form.


Unterschiedlich war die Bestimmung der Kollekten. U.a. in:

 

1988 Querschnittzentrum Boberg, Hmb. Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus 
1989 Schutz-Protektoren an Autobahnzubringer aus Richtung HL in Richtung Herrenbrücke und aus Richtung Travemünde 
1990/91 Ferno -HWS –Stütz- und Fixierkragen für Unfalltransportierende Verbände z.B. Christop 12 in Eutin; DRK Pönitz; DRK Barsbüttel; Berufsfeuerwehr HL; Malteser-Hilfsdienst Timmendorfer Strand 
1992 Kinderzentrum Pelzerhagen für die Anschaffung neuer Hilfsmittel (Schädel-Hirntraumata) 
Von Mitte 1990 bis Anfang 2000 geht die Kollekte an die August-Bier-Klinik in Bad Malente- Gremsmühlen (Klink für Unfallopfer mit Hirnschäden); 
Seit 2004 geht eine Hälfte an die St. Marien Kirche zu Lübeck und die andere Hälfte weiter an die August-Bier-Klinik in Bad Malente - Gremsmühlen.

An dieser Zweckbestimmung halten wir auch in 2007, im Jahr unseres Jubiläums, fest. Weitere Aktivitäten im Laufe der Zeit waren u. a.:

  • Müllsammelaktion

  • Schrauberwochenende/-n

  • Ausfahrten für Sehbehinderte und Behinderte

  • Erste-Hilfe-Kurse

  • Slalom- und Geschicklichkeitsfahrten.

  • Besuch von Bibelfreizeiten und der Kirchentage

  • Teilnahme an den Sitzungen der GCM, Beteiligung an deren Arbeit

  • Besuch verschiedener Motorrad- Gottesdienste und Teilnahme an Demo-Fahrten in: Berlin, Hamburg, Frankfurt, Braunschweig, Westen, Kassel, etc.

  • Ausrichtung des Kirchentages in Hamburg (1995) einschl. Entgegennahme der Buchungen der Teilnehmer, Ausrichtung des Frühstücks für ca. 1.000 Teilnehmer

  • Kreuz-Trage-Aktion in der St. Marien Kirche Lübeck

  • Jährliches Christbaum-Aufstellen in der St. Marien Kirche Lübeck

  • Teilnahme am Osterfrühstück in der St. Marien Kirche Lübeck

  • Aufstellung eines Punschstandes auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt (jährlich)

  • Teilnahme und Präsentation auf dem Neumünster Motorrad-Weihnachtsmarkt (jährlich)


Wie Ihr merkt:
Man berichtet und berichtet und berichtet immer noch weiter. Es ließe sich noch so viel mehr berichten. Doch realistisch gesehen hat der eine oder andere aufgrund der Länge des Berichtes eh nicht mehr bis zum Ende gelesen.

Vielen Dank an alle tapferen Leser
eure ACM - Lübeck

 

 

Noch nicht das Ende.

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